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Kreislauf

Metalle werden seit Jahrtausenden im Kreislauf geführt.
Seit 1947 sind auch wir ein Teil dieses Kreislaufs.

Vermischtes

 

 

 

Chrom, glanzvoller Tausendsassa

Aus ALT mach NEU - die Alu-Leiter

Urban Mining - Rohstoffe im Bauch der Großstadt

 Stahl und Eisen bricht, aber unsre Liebe nicht ... - Silberne Hochzeit und mehr!

 Zinn - in Ritterburg und Computer mit dabei

 Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

 Quecksilber - Industriemetall, Heilmittel, Gift

 Blei - geachtet und geächtet

 Zink - unauffällig vielfältig

 Messing - Es ist nicht alles Gold was glänzt

 Nirosta rostet nie

 Stahl: Ein Metall wächst in den Himmel!

 Aluminium - Ein Metall für alle Fälle!

 Kupfer – Begleiter des Menschen seit Tausenden von Jahren

 


Chrom, glanzvoller Tausendsassa

Da steht er und strahlt: der blaue BMW 502, Baujahr 1960. Stoßstange, Auspuffrohr, Türgriff, Außenspiegel,  Tankdeckel, die Einfassung der Scheinwerfer  und die Zierleiste aus Eisen sind verchromt, fein säuberlich poliert und glänzen um die Wette. Durch das Verchromen schützt man die exponierten Autoteile vor Rost und zugleich wirken sie sehr dekorativ. Heute verzichtet man aus Kostengründen auch wegen des Gewichts großteils auf diese Verschönerungen.

 

Chrom kommt in der Natur nur in Verbindung mit anderen Metallen und Stoffen als Rotbleierz vor. Wird dieses in mehreren komplizierten Verfahren chemisch behandelt erhält man reines Chrom, das man in dieser Form dann erst gar nicht verwenden kann. Es wird als Legierungsbestandteil vor allem zu Nickel, Stahl oder Eisen gemischt um diese härter zu machen.
Bekannt ist der sogenannte Chromstahl: dabei werden dem Stahl 13-20% Chrom zugesetzt. Dieser wird dadurch so hart, dass man ihn sogar als Prägewerkzeug für Münzen verwenden kann.
Als Nebeneffekt verhindert das Chrom das Rosten von Eisen. Damit kann man Chromstahl auch unter anderem für die Herstellung  von Spülbecken,  Ess- oder  Operationsbesteck einsetzen.

Durch den Zusatz von Chrom zu  Gold verändert sich dessen Farbe: es wird heller und somit entsteht Weißgold. Chrom lässt sich aber auch in Rubinen und Smaragden nachweisen.

Doch meist denkt man bei Chrom an Metall. Wer aber hätte gedacht, dass auch für die Farbgebung und für die Lederpolsterung des BMWs Chrom unerlässlich ist?

Das Rotbleierz wird auch Krokoit  genannt. Dieses setzte man als Pigment zur Farbherstellung ein: das Ergebnis waren leuchtende Farben, unter anderem auch das Chromgelb, das als „Postgelb“ Geschichte geschrieben hat.

Dieser Farbenpracht verdankt das Element auch seinen Namen: chroma bedeutet im Griechischen Farbe.

Zur Zeit als unser Oldtimer BMW vom Fließband ging fotografierte man noch mit analogen Kameras. Kodak brachte damals einen Film unter dem Namen „Kodachrome“ auf den Markt. Natürlich verwies man damit auf den Farbfilm, aber auch für die Filmherstellung wurde im geringen Umfang Chrom eingesetzt.

Gerbt man Leder mit Chromsalzen (Chromgerbung) erhöht sich die Reißfestigkeit des Leders. Darüber hinaus verhindert das Chrom, dass während des Gerbevorgangs Wasser in die Poren der Tierhaut eindringt und das Leder zu schwer wird. Weltweit wird 85% allen Leders so hergestellt.

Und noch einmal überrascht uns das vielseitig einsetzbare Metall. Als Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung mit dem Namen Viktallium tragen es manche von uns sogar in ihrem Körper. Aus Viktallium werden künstliche Gelenke hergestellt. Unser Körper reagiert auf diese spezielle Legierung nämlich nicht allergisch.

Überall dort wo man eine Oberfläche härten und optisch veredeln will wird verchromt. Eine Messingarmatur würde aufgrund ihres Kupferanteils mit der Zeit grünspanig, bekäme braune Flecken und Kratzer und würde an Glanz verlieren.

Verchromt man hingegen die Armatur so kann man sie mit  geringem Aufwand wieder  aufpolieren und das Badezimmer sieht wieder sauber und elegant aus.  

 

Doch manche übertreiben es aber auch mit dem Verchromen. Für eine Million Euro kann man einen komplett verchromten Bugatti erstehen. Vorher sollte man jedoch abklären, ob man wegen des Glanzes und der Spiegelung  dafür überhaupt eine Straßenzulassung bekommt.

 

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Aus ALT mach NEU - die Alu-Leiter

 

Am Beispiel der Alu-Leiter wird deutlich wieso es so viel Sinn macht Altmetall zu sammeln.

Bei der Metallerzeugung unterscheidet man zwischen
Primärproduktion (aus Erz)
Sekundärproduktion (aus Metall)


Primärkreislauf

          Sekundärkreislauf

 

 

(c) Fa Kranner

 

Aluminium in Form eines Barren.

(c) Fa. Kranner

   Aluminium in Form einer kaputten Leiter.

(c) Fa. Kranner

Fertig ist die neue Leiter aus Erz.

(c) Fa. Kranner

   Fertig ist die neue Leiter aus der alten Leiter.

 

 

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Urban Mining

Rohstoffe im Bauch der Großstadt

Das Thermometer zeigt 45°C. Eine Staubwolke hängt über der windstillen Atacama Wüste in Chile. Ein schwer mit Kupfererz beladener Sattelschlepper hat vor fünf Minuten diese Staubwolke wie ein Wahrzeichen in die Wüste gesetzt. Vor zwei Stunden hat er die Mine verlassen, 200 km bis zum Hafen liegen noch vor ihm. Das Erz – mit zirka 5% Kupferanteil – wird mit riesigen Baggern auf das Schiff verladen. Zwei Wochen später läuft es im Hafen von  Hamburg ein. Das Erz wird dort nochmals auf kleinere Schiffe umgeschlagen, zum Hüttenbetrieb transportiert, abgeladen, zwischengelagert, zermahlen und mit viel Energie das Kupfer aus dem Gestein gewonnen: Kupfer als Primärrohstoff ist geboren.

Natürlich ist es viel einfacher das alte Heizungsrohr aus reinem Kupfer, das noch dazu schon an Ort und Stelle „lagert“ einzuschmelzen.  Kupfer als Sekundärrohstoff ist geboren. Dafür wird nur 15% der Energie vom Primärprozess benötigt.

Diese Energieeinsparung ist wahrlich keine Erfindung unserer umweltbewussten Generation. Seitdem Menschen Metall als Werkstoff verwenden, werden Sekundär- den Primärrohstoffen vorgezogen.

Rohstoffe – damit auch Erze – sind begrenzt. Schätzungen zufolge reichen die Kupfervorkommen für die Primärgewinnung aus Minen noch für 36 Jahre.

Permanent sind wir auf der Suche nach neuen Vorkommen, neuen Rohstofflagern. Und so ein neues altes Vorkommen kann die Stadt sein. Es wird geschätzt, dass in Wien pro Einwohner 4500 kg Eisen, 340 kg Aluminium, 200 kg Kupfer oder 210 kg Blei „lagern“. Multipliziert man zum Beispiel Kupfer mit der Einwohnerzahl Wiens, so ist das „Stadtbergwerk“ Wien im Besitz von  zirka 340.000 Tonnen Kupfer. Nach dem  durchschnittlichen Kurs der letzten Jahre stellt das einen Wert von über einer Milliarde Euro dar.

Zum Vergleich: im gesamten Bundesgebiet werden pro Jahr etwa 131.000 Tonnen Metallabfälle in Haushalten gesammelt.

Um diese Schätze zu heben gilt es neue Technologien zu erfinden. Für das „Urban-Mining“, den Abbau von verbauten Rohstoffen in Städten und Dörfern müssen erst noch Daten erhoben und daraus neue Verfahren entwickelt werden. Wir stehen erst am Anfang eines systematischen Abbaus.

Grund genug darüber nachzudenken haben wir allerdings. Die Ressourcen sind begrenzt und viele Rohstoffe finden sich in politisch instabilen Ländern. Durch einen Krieg könnte der Nachschub an Erzen jederzeit unterbrochen werden.

Man denkt auch schon darüber nach, Deponien wieder zu öffnen und den Müll als Rohstoffquelle zu nutzen. So lagern in Deutschland in den nach der Wende angelegten Deponien unter anderem 850.000 Tonnen Kupferschrott. Noch gibt es keine ökonomisch vernünftigen Methoden für die Rückgewinnung der Metalle aus den Deponien. Sollten die Metallpreise aber weiter steigen, wird selbst die Deponie zur urbanen Mine und damit zum Rohstofflieferant.

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Stahl und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht ...
- Silberne Hochzeit und mehr!

Und heute muss der Brautkranz durch die Haare der Braut sich schlingen voll und silberweiß,
wie vormals ...
Und heute soll den Bräutigam auch zieren, an treuer Brust der Silberblumenstrauß ....

(Ausschnitt eines Gedichts zum 25. Hochzeitstag, Verfasser unbekannt)

(c) Fa. Kranner So wie das Edelmetall hat nun auch die Ehe ihren bleibenden Wert unter Beweis gestellt, hat sie doch schon ein Vierteljahrhundert überdauert. Und nach so vielen Jahren sollten sich die Finanzen des Ehepaares so weit konsolidiert haben, dass die Eheleute sich gegenseitig Gegenstände aus Silber, wie Löffel oder Kannen, schenken können.

Die Silberne ist neben der Goldenen Hochzeit wohl das bekannteste Hochzeitsjubiläum. Doch von der Aluminium- über die Kupfer- und Titan- bis zur Zinnhochzeit standen fast sämtliche  Metalle Pate als Namensgeber für Jahrestage in einem langen Eheleben.

Solche Jubiläen werden in allen Teilen Europas gefeiert. Nicht ganz einig ist man sich dabei welches Metall welchem Jahrestag zugeordnet werden soll. So feiert man die Bleihochzeit in den Niederlanden nach 14, in Deutschland nach 43 und in Portugal nach 68 Jahren. Übereinstimmung herrscht hingegen bei der Deutung der Eigenschaften der Metalle zu den einzelnen Jubiläen.

Früher wurde in den Haushalten  sehr viel Zinngeschirr verwendet. Was liegt näher als auch ein  Hochzeitsjubiläum nach diesem Metall zu benennen? In manchen deutschsprachigen Gegenden ist es der 6. in anderen der 33. Hochzeitstag. Egal wie lange die Ehe dauert, so wird bei der Zinnhochzeit darauf hingewiesen, dass die Ehe immer wieder – wie eben auch Zinngeschirr – aufpoliert gehört.

Bei der Kupferhochzeit, dem siebenten Hochzeitstag hat das Paar das verflixte siebente Ehejahr schon hinter sich. Kupfer ist ein leicht formbares Metall und diese Flexibilität war auch notwendig, damit die Ehepartner sicher durch die letzten zwölf Monate kamen. Anderseits hat die Ehe – genauso wie das Kupfer – über die Jahre schon von seinem Glanz verloren und da und dort bereits ein wenig Patina angesetzt.

Hat ein Paar auch diesen Prüfstein gemeistert, darf es am 8. Hochzeitstag die Blecherne Hochzeit feiern. Jedes Metall kann zu Blech ausgewalzt werden. Bleche sind sehr formbar: Dosen, Fensterbänke, Verkleidungen oder auch Dachrinnen können aus Blech hergestellt werden. Und wieder scheint das sich aneinander anpassen – vergleichbar mit der Formbarkeit  von Blechen - wichtig  für eine lange gemeinsame Zukunft der Jubilare.  In manchen Gegenden Europas feiert man diesen Hochzeitstag indem man die Haustüre mit einer Reisiggirlande, von der Konservendosen hängen, schmückt. Der Humor sollte in einer Ehe eben auch nicht fehlen.

„Alte Liebe rostet nicht“ – das kann man auch von Aluminium sagen. Nach 37 Jahren Ehe kann – vergleichbar dem Aluminium – die Beziehung schon einige Kratzer, Dellen und Beulen davongetragen haben. Damit bekommt der Kochtopf oder die Leiter aus dem Leichtmetall erst seinen Charakter, seine Einzigartigkeit. Und so ist es wohl auch mit der Ehe.

Nur wenigen Paaren ist es vergönnt nach 65 Jahren die Eiserne Hochzeit zu feiern. Es braucht schon einen „eisernen“ Willen so lange zusammen zu bleiben. Auch wenn schon an manchen Stellen der Rost nagt,  das Eisen bricht nicht, noch hält es durch.

Manche dieser Erklärungen und Gleichnisse haben sicherlich keine wissenschaftliche Begründung. Sie alle aber zeigen wieder einmal auf, wie sehr wir Menschen die Metalle in unser Leben integriert haben.

Auch Eheringe sind aus Metall.

 

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Zinn - in Ritterburg und Computer mit dabei

Auf unserer Erde gibt es  nur eine Handvoll Metalle. Die meisten davon kennen und verwenden wir Menschen schon seit Jahrhunderten, manche seit Jahrtausenden. Mit dieser Handvoll Metalle – im wesentlichen sind das Eisen, Kupfer, Aluminium, Zink und Zinn -   hat die Menschheit alle technischen Veränderungen umgesetzt. Die Metalle wurden in immer neuer Art und Weise eingesetzt.

Am Beispiel Zinn lässt sich das wunderbar aufzeigen. Wir gehen zurück ins Mittelalter und vor unserem geistigen Auge sehen wir die Ritter um die runde Tafel versammelt. Den Zinnbecher mit Wein gefüllt  prosten sie sich gegenseitig zu. Zurück im Hier und Jetzt drehen wir den Computer auf um herauszufinden wo man so einen alten Zinnbecher kaufen könnte. Dabei ist uns gar nicht bewusst, dass viele Teile auf der Printplatte mit Lötzinn – einer Legierung aus ca 97% Zinn und 3% Silber – befestigt wurden.
Unsere Nachforschung ergibt, dass das alte Zinngeschirr – oder auch Zinngerät genannt – schwer zu finden ist. Wurde es unansehnlich, hat man es einfach eingeschmolzen und wieder neues Geschirr daraus gegossen. Vielleicht war das Lötzinn im Computer in einem seiner früheren Leben ein Zinnbecher auf einer Burg. Die Burg ist inzwischen zur Ruine verkommen, aber das Zinn lebt immer noch im elektronischen Gerät.
Der Ausdruck „lebt“ ist nicht übertrieben, spricht man doch auch vom sogenannten Zinnschrei: verbiegt man reines Zinn, hört man ein leises Knistern. Das ist – wenn man keine technischen Hilfsmittel zur Verfügung hat – ein  Erkennungsmerkmal für reines  Zinn. Zinn wird fast immer mit anderen Metallen legiert, denn in reiner Form ist es sehr anfällig für die Zinnpest. Werden 13,2°C unterschritten, verändert sich reines Zinn. Es entstehen große und kleine Flecken, gefolgt von warzenartigen Bläschen an der Oberfläche, die bei leichter Berührung auseinanderfallen.
Gerade Orgelpfeifen, die man wegen des reinen Klanges und  schönen silbrigen Glanzes früher fast ausschließlich aus reinem Zinn herstellte, waren besonders oft von der Zinnpest befallen. Weniger begüterte Gemeinden verwendeten für die sakralen Handlungen statt Kelchen und Tabernakel aus Silber solche aus Zinn. Später zeigte auch das Bürgertum seinen Reichtum indem es Zinngeschirr benützte. Immer dann wenn Silber zu kostbar war, kam Zinn zum Zug. Man sprach vom Silber des kleinen Mannes.
(c) Fa. Kranner Und noch eine beliebte Verwendung von Zinn hat seinen Ursprung im Bereich der Religion. Man nimmt an, dass Zinnfiguren als Pilgerzeichen die Vorläufer der Zinnsoldaten waren.

Aber erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts trat die Zinnfigur ihren Siegeszug in die Kinderzimmer an. Gedacht waren sie als Lernspielzeug, um zum Beispiel  das richtige Rollenverhalten von Mann und Frau vorzuführen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts reduziert sich das Angebot an Zinnfiguren auf Zinnsoldaten.

Reines Zinn ist für Lebensmittel absolut unbedenklich. Wenn sie das nächste Mal eine Gemüsekonserve öffnen, betrachten sie doch einmal die  Innenseite: sie  glänzt hell, fast weiß. Dabei handelt es sich um verzinntes Eisenblech, auch Weißblech genannt. Das Zinn verhindert das Rosten und hält die Lebensmittel steril.

Und auch die aus der Küche nicht mehr wegzudenkende Alu-Folie hat ihren Ursprung im Zinn. Sicherlich kennen Sie den Ausdruck Stanniolpapier: Stannum ist der lateinische Name für Zinn. Bevor man Aluminium verwendete, stellte man in einem sehr aufwendigen Verfahren eine Zinnfolie, das sogenannte Stanniolpapier, her. Damit konnte man zum Beispiel Tabak, Seife oder auch Schokolade einwickeln und aufbewahren.

Streifen aus Stanniol wurden beim Militär als Täuschkörper zum Schutz vor Radarerfassung eingesetzt und werden noch heute als Lametta auf dem Christbaum angebracht.

Unser Leben ist ohne Metalle nicht denkbar. Manche – wie das Zinn - sind stille Wegbegleiter, vielseitig einsetzbar, wachsen mit ihren Aufgaben und können immer wieder im Kreislauf geführt werden.

 

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Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Der Schweizer Goldschmied schüttelte ungläubig den Kopf als er versuchte ein Stück von einem Goldbarren abzusägen: bereits das zweite Sägeblatt war einfach in der Mitte auseinander gebrochen. Das kann doch nicht das weiche, formbare Metall sein, dessen Echtheit selbst der Cowboy mit seinen Zähnen  auf Weichheit testet? Und noch etwas stimmte nicht: an der Schnittstelle  schimmerte etwas matt und dunkelgrau.
Der Schmuckerzeuger reklamierte den Goldbarren bei der Schweizer Bank, wo er ihn erworben hatte. Was war passiert? Eine Gruppe von Fälschern hat Barren aus Wolfram, dessen spezifisches Gewicht genau dem von Gold entspricht, mit einer dünnen Goldschicht überzogen, die Echtheitszeichen angebracht und als Goldbarren an die Bank verkauft.
Diese tauschte den Goldbarren selbstverständlich anstandslos gegen einen echten aus – und schwieg. Die Bank hatte im wahrsten Sinn des Wortes erkannt, dass Schweigen Gold ist.(c) Fa. Kranner

Warum ist Gold eigentlich mehr wert als Silber?

Beide fallen in die Gruppe der sogenannten Edelmetalle. Im Gegensatz zum Beispiel zu Eisen, das beim Kontakt mit Luft rostet oder zu Kupfer, das durch Oxidation seine typische grüne Patina entwickelt,  verändern Edelmetalle ihr Aussehen nicht.  Unsere Ahnen empfanden diese Eigenschaft, die Korrosionsbeständigkeit, als wertvoll und edel und erfanden daher für diese Metalle den Überbegriff Edelmetalle.

Beide kommen in der Natur nicht nur als Erz, sondern auch in gediegener Form vor. Daher waren Gold und Silber auch die ersten Metalle, die der Mensch bearbeitete. Sie mussten nicht erst mühsam aus Erz gewonnen werden.

Ganzen Heerscharen von Abenteurern und Glücksrittern hat, vor allem das Gold den Kopf verdreht. Sie alle träumten davon, dass sie einen großen Klumpen Gold – einen Nugget - finden und damit für den Rest ihres Lebens aller finanziellen Sorgen enthoben wären. Aber ganz so einfach ist das nicht: würde man die  Kofferräume von 1500 PKWs mit Erde füllen, man fände lediglich ein Gramm Gold. Silber kommt häufiger vor, da würden schon 70 Kofferräume voll Erde für ein Gramm Silber ausreichen.

Im Mittelalter war im tirolerischen  Schwaz die größte Silbermine der Welt beheimatet. Mehr als (c) Fa. Kranner drei Viertel des damaligen Weltverbrauchs an Silber wurden dort im österreichischen Inntal gefördert. Mit der Entdeckung Südamerikas verlor der Silberbergbau in Österreich an Bedeutung. Die Silbervorkommen auf dem neu entdeckten Erdteil waren gewaltig. Das Land Argentinien wurde  nach dem lateinischen „argentum“ für Silber benannt.

Bereits im sechsten Jahrhundert vor Christus bezahlten die Bewohner Kleinasiens ihre Einkäufe mit Gold- und Silbermünzen. Sie wurden eingeführt um den Tauschhandel zu vereinfachen: Münzen aus Gold waren leichter zu handhaben als Goldstaub. Ursprünglich entsprach der Wert der Münze auch dem Metallwert.

Frisch geprägte Münzen besaßen ein festgelegtes Gewicht. Findige Köpfe feilten einfach etwas vom Rand ab und kamen so in den Besitz von Gold- und Silberstaub. So wurden die Münzen immer kleiner und weniger wert. Die nächste Generation an Münzen wurde mit einer Randriffelung versehen. So konnte man sofort erkennen, ob jemand an der gefeilt hat. Unsere Münzen haben heute noch unterschiedliche Randriffelungen.

Eine österreichische Silbermünze landete einen echten Welthit: 1753 zum ersten Mal in Umlauf gebracht, 330 Million Mal geprägt,  in Äthiopien, Indien und der ganzen islamischen Welt bis Mitte des 20. Jahrhunderts als Zahlungsmittel in Verwendung ist der Maria-Theresien-Taler auch heute noch ein begehrtes Sammlerstück.

Die schönste Form  Edelmetall zu verarbeiten, ist es wohl,  Schmuck herzustellen. Das gediegene Vorkommen, der niedrige Schmelzpunkt und die relativ leichte Bearbeitbarkeit luden Menschen fast aller Kulturen ein Schmuck herzustellen, manchmal sogar für Pferde. Ging ein Stück kaputt, kam es aus der Mode oder gefiel es dem Träger nicht mehr, so konnte er es einschmelzen und eine Münze, einen Barren oder ein anderes Stück Schmuck daraus machen. Wer weiß, welch spannende Geschichte das Gold Ihres Ringes uns erzählen könnte!

 

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Quecksilber - Industriemetall, Heilmittel und Gift

All Ding‘ sind Gift und nichts ohn‘ Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."  Dieser Ausspruch Paracelsus’ trifft wie kein anderer auf Quecksilber zu: als Amalgamfüllung verhindert es, dass sich Karies weiter ausbreitet, in Quecksilberdampflampen verstärkt es auf besonders energiesparende Weise die Leuchtkraft des Lichts, in der Knopfzelle betrieb es die Uhr und im Fieberthermometer hat es jahrzehntelang nicht nur dem Arzt sondern auch in allen Krankenzimmern wertvolle Dienste geleistet.

(c) Fa. Kranner Selbst in der modernen Technik kann nicht auf Quecksilber verzichtet werden: in Vakuumpumpen und Hochdruckventilen dient Quecksilber der Abdichtung und verhindert so das Eindringen von Luft.

Quecksilber leitet sich vom althochdeutschen Wort kwek (lebendig) und silabar (silber) ab und deutet damit schon eine hervorstechende Eigenschaft des Metalls an: das einzige flüssige Metall springt, rollt und kugelt umher und macht es einem schier unmöglich es einzufangen.

Das zweite markante Merkmal von Hg (Hydrargyrum) ist seine Leidenschaft, Verbindungen mit anderen Metallen einzugehen, sogenannte Amalgame zu bilden. Das macht sich der Zahnarzt zunutze. Die Amalgamplombe beim Zahnart funktioniert nach diesem Prinzip: Silber, Quecksilber, Zinn und Kupfer werden vom Arzt zusammengemischt zu einer plastischen, leicht verformbaren Masse, die im Mund schnell aushärtet. Daher soll man nach einer Zahnfüllung einige Zeit nichts essen.

Auch Spiegel wurden früher mit Hilfe von Quecksilber hergestellt. Ein Amalgam von 70% Zinn und 30% Quecksilber wurde auf eine Glasplatte aufgetragen. Durch Erhitzen verdampfte das Quecksilber und das Zinn blieb auf dem Glas haften.

Bei der Goldgewinnung wurde das selbe Prinzip angewandt. Das Quecksilber verbindet sich mit dem Edelmetall und löst sich aus dem fein gemahlenen Gestein. Beim Erhitzen verdampft das Quecksilber und entweicht in die Atmosphäre. Diese Methode ist natürlich verboten, wird aber in machen Teilen Südamerikas und Afrikas noch immer illegal praktiziert.

Quecksilber kommt in geringen Mengen praktisch überall in der Welt vor. Das größte Vorkommen an Quecksilbererz, dem sogenannten Zinnober, gibt es in der Nähe von Almaden in Spanien. Schon die Mauren kannten das Quecksilber und haben gemauerte Wannen damit gefüllt, um dann auf dem Quecksilber wie auf einer Art Wasserbett zu ruhen. Dies ist möglich, weil das Hydrargyrum die dichteste bekannte Flüssigkeit ist. Würde man eine Weinbouteille  damit befüllen, würde diese über 10 kg wiegen.
Quecksilberchlorid (Kalomel) wurde zur Behandlung von Syphilis eingesetzt. Diese (c) Fa. Kranner Quecksilberverbindung ist schädlich für den Menschen. Mag sein, dass manch Kranker dadurch geheilt wurde, mit Sicherheit starben aber viele an einer Quecksilbervergiftung. Es wird heute für möglich gehalten, dass Mozart auf diese Art und Weise zu Tode gekommen ist. In unseren Breiten kommen Quecksilbervergiftung so gut wie nicht mehr vor.
Da vor allem Quecksilberverbindungen für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sein können, ist in der EU die Verwendung von Quecksilber mit einigen Ausnahmen verboten. Andererseits werden durch das Glühlampenverbot Millionen von quecksilberhältigen Energiesparlampen in Umlauf gebracht.
Auch in Österreich fällt es schon seit Jahren unter das Chemikaliengesetz, wird als Gift gehandelt und somit auch streng kontrolliert.

Es ist spannend zu beobachten, wie im Laufe der Geschichte dieser Exot unter den Metallen sich vom Heilmittel zum Gift wandelte und auch heute noch für manch technische Apparaturen und in der Industrie unverzichtbar ist.

 

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Blei - gachtet und geächtet

 

(c) Fa. Kranner Sie parken Ihr Auto. Gerade haben Sie die Bilder vom Radiologen abgeholt: alles in Ordnung. Schnell noch die Einkaufsliste für morgen schreiben, einen Blick in die Zeitung, ein Schluck Wasser – es war ein heißer Tag. Zeit für etwas Erholung: ein Glas Wein und zur Entspannung sehen Sie sich Ihre Urlaubsbilder aus Paris  auf dem Laptop an. Und zu guter Letzt drehen Sie den Fernseher an um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Ohne dass sie es merken werden sie dabei vom Blei begleitet.
60% der heutigen weltweiten Bleiproduktion wird  zur Erzeugung von Autobatterien verwendet. In Deutschland werden jedes Jahr zirka 14 Millionen Stück Bleiakkus in den Verkehr gebracht, das entspricht 195.000 Tonnen Blei. Die Recyclingquote beträgt 95%.

Sicher erinnern Sie sich, dass Sie beim Zahnarzt oder Radiologen schon einmal eine schwere Bleischürze  umgehängt bekamen. Hier schützt sie das Blei vor radioaktiver Verstrahlung. Die Isotopenstationen in den Krankenhäusern sind meist im Keller untergebracht, oft mit Bleiplatten ausgelegt und die Isotopen aus Sicherheitsgründen in zentimeterdicken Bleibehältern verstaut.

Bevor der Computer in unserem Leben und auch in Druckereien Einzug hielt, mussten jede Zeitung und jedes Buch gesetzt werden. In den Setzkästen – die jetzt mit Miniaturnippes gefüllt  in manchem Wohnzimmer hängen -  wurden die dazu benötigten Lettern (Buchstaben) aufbewahrt. Diese Lettern bestanden zum Großteil aus Blei und einem Legierungszusatz, wie z.B. Antimon, damit das Blei härter wurde. Daher kommt der Name Lettern- oder Hartblei.

Wegen seiner wichtigsten Eigenschaften wie Korrosionsbeständigkeit, hohe Dichte und einfacher und kostengünstiger Herstellung wurden Bleirohre über Jahrhunderte  als Wasserleitungen verwendet. Aufgrund der Giftigkeit möglicher chemischer Verbindungen mit Blei kommen Bleirohe seit  den 1970iger Jahren  nicht mehr zum Einsatz.Plombe (c) Fa. Kranner

Der Wein schmeckt ihnen besonders gut aus einem edlen Bleikristallglas. Wie wunderbar sich das Licht im Glas bricht! Auch das verdanken wir dem Blei. Bleikristall enthält bis zu 20% Blei. Aber keine Angst: in dieser gebunden Form ist es keinesfalls gesundheitsschädlich.

Und nun erinnern sie sich an Paris. Herrlich die Glasfenster in der Kathedrale Nôtre Dame. Aber ohne Blei könnten auch diese nicht in der Abendsonne in allen Farben des Regenbogens funkeln. Es sind Bleistege, die die einzelnen Segmente verbinden und das Fenster zusammenhalten.

Und auch Ihr Laptop braucht Blei um zu funktionieren: die Bestückung der  Platinen erfolgte wahrscheinlich noch mit einem bleihältigen Lötzinn

Sie überlegen sich, dass es Zeit wird Ihren alten Fernseher gegen einen schicken Flachbildschirm auszutauschen. Dieser sieht nicht nur „cool“ aus, sondern ist auch noch viel umweltfreundlicher. Denn die Bildröhre ihres alten Fernsehers kann bis zu zwei Kilogramm Blei enthalten. 

Einzig der Bleistift, mit dem sie ihre Einkaufsliste geschrieben haben, enthält kein Blei. Er verdankt seinen Namen einem Irrtum: Mitte des 17. Jahrhunderts traten in Holz gefasste Graphitstäbe als Bleistift ihren Siegeszug von England aus an. Damals hielt man Graphit für Bleierz. Vor über 5000 Jahren sollen die Ägypter allerdings sehr wohl mit einer Art Bleistift geschrieben haben: ein Bambus- oder Papyrusrohr wurde mit Blei ausgegossen.

Blei, seit Jahrtausenden ein vielseitig einsetzbarer Begleiter des Menschen, genießt momentan keinen sehr guten Ruf. Die EU versucht es so weit wie möglich zu verdrängen, da Blei  gesundheitsschädlich sein kann.

 

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Zink - unauffällig vielfältig  

Blicken Sie mit mir hinaus in den Garten, machen Sie mit mir einen Spaziergang durch den Ort oder nehmen Sie das Auto, um über Land zu fahren.

Da steht die Gießkanne im Garten, die hat den Winter im Freien unbeschadet überstanden. Der Beleuchtungsmast trotzt schon seit Jahren Wind und Wetter und hat dabei nur ein bisschen an Glanz verloren. Der Neubau nebenan erhält ein Zinkdach. Die Ortstafel ist fest in einem Rahmen aus verzinktem Formrohr verankert und im Auto fahren zirka 10 kg verarbeitetes Zink mit.

Wasserspeier aus Zink (c) Fa. Kranner Auf Schritt und Tritt begegnet uns Zink in seinen vielen verschiedenen Gesichtern: unauffällig und selbstverständlich schützt es viele Gegenstände des täglichen Lebens vor dem Verrosten. Und genau das ist auch die herausragende Eigenschaft von Zink – kostengünstig  korrosionsbeständig.

Ähnlich wie eine Holzoberfläche mit Politur eingelassen wird, so wird in der Verzinkerei auf ein Stück Eisen oder Stahl eine dünne Schicht Zink aufgetragen und fertig ist der Rostschutz. Schauen Sie sich einmal Dachrinne, einen Zaunsteher oder Türzarge im Rohzustand an: sehen Sie eine Oberfläche die ein bisschen an Eisblumen erinnert, also nicht einheitlich grau ist? Wenn ja, dann haben Sie ein verzinktes Stück Eisen vor sich.

Es ist eine der effizientesten Korrosions-Schutz-Behandlungen für Metalle, macht diese extrem widerstandsfähig und kann je nach Umgebungsbedingung und Metalldicke bis zu 150 Jahre halten.
Die Beschichtung korrodiert, wenn sie stark zerkratzt wird und „opfert“ sich dann, damit der darunter liegende Stahl nicht anläuft

Weltweit werden pro Jahr an die 10 Millionen Tonnen Zink verbraucht. Zirka die Hälfte davon wird beim Verzinken eingesetzt.

Sogar über den Tod hinaus begleitet uns Zink: werden sterbliche Überreste über Grenzen hinweg transportiert, dann muss dies laut EU-Verordnung in verlöteten Zinksärgen geschehen. 

In fast jedem Haushalt sind Zink-Kohle-Batterien im Einsatz, ein zuverlässiger und billiger (c) Fa. Kranner Stromversorger seit 1866.

Ob im Automobil oder in der Architektur, im Haushalt oder Büro, in Nahrungsmitteln oder Kosmetikprodukten: Zink ist überall.
Zink kommt bei uns auf der Erde sehr häufig vor, sogar noch häufiger als Kupfer oder Blei. Wie die meisten Metalle kommt auch Zink in der Natur nur als Erz vor und wie bei allen Metallen ist das Recycling von Zink sehr viel kostengünstiger als der Erzabbau.

Bereits im Altertum wurde Zink in Legierungen verwendet: am bekanntesten ist wohl Messing, eine Verbindung aus Zink und Kupfer.

Im Automobilbau ist der Werkstoff Zink schlichtweg unverzichtbar geworden. Rund zehn Kilogramm Zink enthält ein PKW durchschnittlich: Drei Kilogramm
dienen dem Korrosionsschutz (die Karosserie wird vor dem Lackieren verzinkt), fünf Kilogramm stecken in zahlreichen
Zinkdruck-Gussbauteilen – der Rest wird beispielsweise für Wuchtgewichte und
Farben verwendet.

Seine Korrosionsbeständigkeit schützt aber nicht nur Stahl – auch für unseren Körper spielt Zink eine große Rolle.
Zink erfüllt im Körper viele verschiedene Funktionen. So nimmt es Schlüsselrollen im Stoffwechsel ein und ist beteiligt am Aufbau der Erbsubstanz und beim Zellwachstum. Sowohl das Immunsystem als auch viele Hormone benötigen Zink für ihre Funktion. 

Zink hat es geschafft, sich als Metall klammheimlich und unauffällig in das Alltagsleben so einzuschmuggeln, dass wir es kaum bemerken.

 

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Messing - Es ist nicht alles Gold was glänzt

Die Ferienzeit ist zu Ende und viele von Ihnen werden einen Teil der Ferien in einem Hotel am Strand verbracht haben. Grund genug uns ein Hotel einmal etwas genauer anzusehen.

Schon der Hoteleingang erscheint im goldenen Glanz. Doch bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass der Türgriff, der Schirmständer und der große Aschenbecher nicht aus Gold sondern aus Messing sind.

Wir drücken die glänzende Messing - Hotelklingel mit Ihrem hellen Klang und schon erscheint der Rezeptionist.
Wir bitten um ein Zimmer und lassen uns den Messingschlüssel geben. Unser Zimmer liegt im ersten Stock.
Wir nehmen die Treppe und halten uns beim Hinaufsteigen am Messinggeländer fest.
Messingziffern, die mit Messingschrauben an der Tür befestigt sind, bilden unsere Zimmernummer.

Aber was ist Messing eigentlich?
Messing ist eine Legierung aus den Metallen Kupfer und Zink. 
Die verschiedenen Messingsorten unterscheiden sich durch ihren Zinkanteil, der in der Bezeichnung in Prozent angegeben wird.

In der Praxis enthält Messing mindestens 50 Prozent Kupfer, da es unterhalb dieser Grenze spröde wird und daher schlecht zu verarbeiten ist. Messingsorten mit mehr als 70 Prozent Kupfer werden auch als Rotguss oder Tombak bezeichnet.

Das Farbspektrum reicht von goldrot bei hohem Kupferanteil bis hellgelb bei hohem Zinkanteil. Hohe Dehnbarkeit und gute Korrosionsbeständigkeit machen Messing zu einem oft eingesetzten Werkstoff.

(c) Fa. Kranner Je nach Zusammensetzung der Legierung präsentiert sich das „falsche Gold“ – wie Messing auch genannt wird – als Schmuckstück, Luster, als Teil einer Maschine oder als Blechblasinstrument...
Dabei werden traditionell von einem Metallblasinstrumentenmacher zu biegende Rohre mit flüssigem Blei gefüllt und nach Erkalten „per Hand“ gebogen. Mit speziellen Techniken wird die Oberfläche geglättet, dabei verdichtet und gehärtet. Anschließend wird das Blei verflüssigt und restlos entfernt.

Einen scharfen Einsatz hat das Material am Schießstand.
Patronenhülsen sind meist aus Messing und werden zu fast 100% recycelt: entweder durch Wiederbefüllung oder als Ausgangsmaterial zur industriellen Neufertigung. Die Messinghülsen sind als Wertstoff besonders beliebt, da es bei der Verwendung und bei der Sammlung kaum zu nennenswerten metallurgischen Verunreinigungen kommt.
(c) Fa. Kranner
Seit dem dritten Jahrtausend v. Christus werden aus Messing hauptsächlich Schmuck und Kunstgegenstände hergestellt. Auch als Münzmetall beispielsweise in China und im römischen Kaiserreich, aber auch heute in Form der 50, 20 und 10 Cent Münzen fand und findet Messing  Verwendung.

Manchmal bedienen sich auch Münzfälscher des vielseitigen Metalls: Messing wird oft zur Herstellung eines unechten Kerns verwendet, der dann vergoldet oder versilbert wird.

Messing war bereits mit auf dem Mond und ist auf Tiefsee-Expeditionen zu finden. In Computern und in der modernen Mikrotechnik ist es ebenso zuhause wie in vielen Gegenständen, die uns den Alltag bequem, angenehm und praktisch machen.

Messing ist daher einer der wenigen Werkstoffe aus vorchristlicher Zeit, dem heute noch die Zukunft gehört.

 

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Nirosta - rostet nie

 

Heute möchte ich Sie auf einen Besuch in den Schanigarten einladen.

Der Kellner zapft für uns ein frisches  Krügerl Bier vom Fass und ordert in der Küche ein Grillhenderl. Der Zapfhahn, das Bierfass, der Griller,  das Sideboard, das Tablett des Kellners – alles wurde aus Nirosta gefertigt.
Und das hat nicht nur funktionelle Gründe, wie etwa, dass Nirosta nicht rostet. Es ist auch im Lebensmittelgesetz so verankert:
Alles was mit Lebensmitteln in Berührung kommt, muss aus nichtrostendem Stahl gefertigt sein, der sich im Wesentlichen aus Nickel, Chrom und Eisen zusammensetzt.

Nachdem wir dann unser Bier ausgetrunken haben, wird das Glas in den Geschirrspüler gestellt. Wieder treffen wir auf Nirosta.
Das Tischtuch wird am Abend in die Waschmaschine gegeben. Die Trommel der Waschmaschine ist ebenfalls aus nichtrostendem Stahl.

Aber natürlich ist Nirosta nicht nur in Großküchen anzufinden.

Der Klassiker im privaten Haushalt ist die Nirosta-Spüle:Spuele (c) Fa. Kranner
Sie ist zeitlos – und zwar gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen passt sich die farbneutrale, dezent-schimmernde Optik der Edelstahl-Oberflächen harmonisch jedem Wohnstil an, muss deshalb im Laufe der Zeit auch vor keinem Trend kapitulieren. Zum anderen verhindert die Widerstandsfähigkeit von Edelstahl effektiv jeden Alterungsprozess.
Weder heiße Töpfe und Pfannen noch Säurespritzer oder aggressive Reiniger können die Attraktivität der metallisch-blanken Flächen beeinträchtigen.
Diese funktionale und optische Beständigkeit ist sicherlich einer der wichtigsten Gründe für die ungebrochene Aktualität von Edelstahl-Spülen in Nirosta-Qualität.
Ein weiteres Plus beim täglichen Kücheneinsatz ist deren außerordentliche Pflegeleichtigkeit. Verunreinigungen können sich an den porenfreien Flächen nicht festsetzen, so dass Küchenhygiene ohne Kompromisse durch einfaches Wegwischen gewährleistet ist.
Und auch Architekten haben das glänzende Metall für sich entdeckt.
Burj Tower Dubai (c) Fa. Kranner Die Fassade des Burj Tower in Dubai, wurde mit insgesamt 400 Tonnen Nirosta geschmückt. Bei der Auswahl des Werkstoffs ließen sich die Ingenieure und Hochbauer nicht nur von der Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse und der architektonischen Schönheit von Edelstahl leiten. Sie achteten auch darauf, dass das Material in der Sonne nicht zu stark spiegelt und dadurch eine Störung der den Flughafen Dubai anfliegenden Piloten vermieden wird.

Geschichte
Bereits weit vor Beginn des 19. Jh. hat man herausgefunden, dass bei Rohstahl die Zugabe der richtigen Menge Nickel und Chrom zu einem besseren Verhalten bei Korrosion führt.
 Der Begriff „Nirosta“ ist eigentlich nur die umgangssprachliche Bezeichnung für rostfreien Stahl und wurde Ursprünglich von der  Firma ThyssenKrupp als Markenname definiert.

 

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Stahl: Ein Metall wächst in den Himmel

 

Machen Sie mit mir eine Reise um die Welt und besuchen wir dabei das Wiener Riesenrad, den Eiffelturm in Paris und das Empire State Building in New York City. – Was fällt Ihnen dabei auf?
Richtig: Alle sind Touristenattraktionen, sind Bauwerke und haben ein Skelett aus Stahl.

Aber dieses Skelett ist nicht bei allen sichtbar, denn es gibt verschiedene Verarbeitungsformen von Stahl die heutzutage parallel angewendet werden.2006 wurden weltweit 1,2 Milliarden Tonnen Stahl erzeugt. (c) Fa. Kranner

- Sichtbare Stahlkonstruktionen wie Eiffelturm und Riesenrad, die nur aus Stahl bestehen,
- Stahlkonstruktionen, die zum Beispiel mit Ziegeln ausgefüllt werden, wie beim Empire State Building und
-  so genannter Stahlbeton, der bei Autobahnen oder Brücken zur Anwendung kommt.

Doch auch in unserem alltäglichen Leben spielt Stahl eine große Rolle - man braucht hier nur an den Individualverkehr denken. In der heutigen Zeit, wo man möglichst schnell von A nach B kommen will, sind Brücken kaum mehr wegzudenken.Diese sind nämlich oftmals Konstruktionen aus Stahl. Zum Beispiel die Europabrücke, dem Herzstück der Brennerautobahn. Bis 2004 war diese Brücke, die sich an ihrer höchsten Stelle 190 Meter über dem Boden befindet, die höchste Brücke Europas.

Die Geschichte des Stahls hat schon so einige Jahre auf dem sprichwörtlichen Buckel: Bereits 800 v. Chr. entdeckten unsere Vorfahren, dass man aus Eisenerz Eisen gewinnen kann und entwickelten Werkzeuge für ihr tägliches Leben. Und auch Österreich hatte in dieser Hinsicht eine führende Rolle, denkt man an die Hallstattkultur.

Vor etwa 150 Jahren erkannte man dann, dass Eisen durch die Zugabe von Kohlenstoff seine Eigenschaften ändert: es wird sehr hart und stabil. Diese Erfindung revolutionierte das Aussehen unserer Städte.

Bis zu diesem Zeitpunkt kannte man nur die Ziegelbauweise – wie etwa auf der Wiener Ringstraße. Durch den Einsatz von Stahl konnten Städte in den Himmel wachsen.

Und es scheint, dass dem Wachstum keine Grenzen gesetzt sind: in Dubai ist momentan ein Wolkenkratzer in Bau, der bei Fertigstellung eine Höhe von über 800 Meter erreichen soll. Das Gebäude steht auf einer 7000 m² großen Fundamentplatte aus 12.300 m³ Stahlbeton.

 

Fakten, die beeindrucken

Eiffelturm Paris (c) Fa. Kranner Markantestes Symbol der Stahlbauweise ist der Eiffelturm mit einer Höhe von knapp 325 Metern. Um dieses Meisterwerk zu errichten, wurden 10.000 Tonnen Stahl verbaut und 2,5 Millionen Nieten verwendet. Insgesamt besteht er aus 18.038 Einzelteilen.

Noch imposanter lesen sich die technischen Daten des Empire State Building in New York, das 1931 fertig gestellt wurde. In einer Bauzeit von nur einem Jahr und 45 Tagen wurden 55.000 Tonnen Stahl und 50.000 Stahlträger verbaut.

Dagegen wirkt das Wiener Riesenrad wie ein Zwerg.  Sein höchster Punkt befindet sich 64,75 Meter über dem Boden. Das Gewicht beträgt 430 Tonnen.

Und die Teile des Riesenrads, die bei Wartungsarbeiten getauscht werden, können – so wie jedes Metall - beliebig oft recycelt und somit zu neuem Stahl werden.

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Aluminium - Ein Metall für alle Fälle!

Beim Metall Aluminium handelt es sich um relativ „junges“ Metall - entdeckt wurde es 1827, effizient produziert wird es seit 1895. Heute ist das Leichtmetall aus dem alltäglichen Leben kaum mehr wegzudenken.

Stellen Sie sich vor, sie kommen abends mit dem Auto nach Hause und parken es in Ihrer Garage. Schon sind Sie mehrmals mit Aluminium in Berührung gekommen. Bei Fahrzeugen kommt dem vielseitigen Metall große Bedeutung zu: Teile der Karosserie, Teile des Motors, aber auch die Felgen sind oft aus Alu gefertigt.

Sie gehen, indem Sie die Tür öffnen, ins Haus und machen Licht. Und um frische Luft in ihre Wohnräume zu lassen, machen Sie ein Fenster auf. Schon wieder sind Sie auf Aluminium gestoßen – Tür- und Fenstergriffe, die Reflektoren in Lampen und auch Fensterrahmen bestehen zum Teil aus Alu.

An heißen Tagen schalten Sie die Klimaanlage ein, um sich Abkühlung zu verschaffen und für genau diese Abkühlung ist wieder Alu im Einsatz. Wärmetauscher und Kühlregister sind aus dem Leichtmetall gefertigt.

Ihnen ist immer noch heiß? Kein Problem - am besten Sie holen sich eine Dose Ihres Lieblingsgetränks aus dem Kühlschrank, eines der bekanntesten Produkte aus Aluminium. Getränkedosen werden etwa zu 80 Prozent aus Alu hergestellt.

Zur Entspannung könnten Sie nun etwas Fernsehen, eine DVD anschauen oder Musik hören. Wieder stoßen Sie auf Alu: der Rahmen eines Plasma-Fernsehers ist aus dem Leichtmetall, genauso wie DVDs oder CDs damit beschichtet sind.

Aber hiermit noch nicht genug: Stellen Sie sich vor, Sie würden Abendessen kochen. Sie werden sehen, auch Ihre Kochtöpfe und Pfannen sind aus Aluminium. Ebenso die Frontblenden Ihrer elektronischen Geräte, die sie tagtäglich verwenden. Kochgeschirr (c) Fa. Kranner

Neben der Alufolie, einem Hilfsmittel, das in jedem Haushalt zu finden ist, sind auch viele weitere Verpackungsmaterialien aus Alu. Zum Beispiel Schraubverschlüsse von Getränkeflaschen, die Deckel von Joghurtbechern, aber auch Hunde- und Katzenfutterschalen.

 

Vielseitig durch gute Eigenschaften

Warum wird Aluminium also so häufig verwendet? Grund dafür sind die besonderen Eigenschaften, die das Metall auszeichnen: Alu ist nicht brennbar, rostet nicht, ist leicht in Form zu bringen, dabei aber stabil und resistent gegen organische Säuren und ein guter Strom- und Wärmeleiter.

Auch als Verpackung von Lebensmitteln wird Alu verwendet. Rund 22 Prozent der weltweiten Aluminiumerzeugung gehen in die Verpackungsindustrie. Und das mit gutem Grund: Alu ermöglicht es, Speisen und Getränke durch luft- und lichtdichte Verpackung länger haltbar zu machen.

 

Recycling von Aluminium

flüssiges Aluminium (c) Fa. Kranner Aluminium ist, wie alle Metalle, recycelbar. Es kann beliebig oft und dabei nahezu ohne Qualitätsverlust verwertet werden. Und nicht nur die Abfallmenge wird vermindert, sondern auch der Energieverbrauch ist um 95 Prozent weniger als bei der primären Erzeugung. Weltweit liegt die Recyclingquote bei etwa 50 Prozent.

Der hohe Wert des Metalls bleibt bestehen und gibt den wirtschaftlichen Anreiz, das Metall am Ende seiner Nutzung zu sammeln, in Hüttenbetriebe zu verbringen, aufzubereiten, zu schmelzen und wiederum in gleicher oder vergleichbarer Weise zu nutzen.

 

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Kupfer – Begleiter des Menschen seit Tausenden von Jahren!

Jedermann, der morgens seinen Wagen startet und abends die Wohnzimmerlampe einschaltet, hat mit Kupfer zu tun, das den elektrischen Strom in den Kabeln leitet. Das patente Metall ist der Menschheit seit etwa 6.500 Jahre bekannt. Zu allen Zeiten wertvoll, wurde es immer wieder durch Recycling neu genützt. Tiefseetaucher des 20. Jahrhunderts haben vor den Küstenstrichen der Adria versunkene Galeeren entdeckt, die neu verhüttete Kupferbarren aus dem alten Griechenland ins wilde Mitteleuropa transportiert haben, um dort offenbar je nach politischer Lage Werkzeuge oder Waffen erzeugen zu lassen.

Die weltweite Kupferbranche, die heuer mit stark steigender Tendenz einen Gesamt-Weltbedarf von rund 18 Millionen Tonnen jährlich bedient, schätzt, dass nahezu 80 Prozent der gegenwärtig verwendeten Metallmengen aus der jahrtausende lang praktizierten, historischen Produktion stammen.

Kupfer wird heute vor allem in der Auto-, Telekom-, Elektro- und Elektronikindustrie verarbeitet, die in diesem Metall einen perfekten Stromleiter gefunden haben. Umweltbewusste Gemeinden und besorgte Bürger sammeln – aufgeschreckt vom Gerede um den Klimawandel - ihr nicht mehr benötigtes kupferhältiges Material nach dem Hausbau inzwischen sorgsam ein und liefern es bei Altmetallhändlern in Niederösterreich, Wien und im Burgenland ab. Dort wird das angelieferte Material nach Güteklassen in Neuschrott (etwa Stanzreste aus Gewerbe und Industrie), Altschrott (Kabel, Autokühler) und Mischschrott (kupferhaltige Metalllegierungen) sortiert.

Die Kupferschätze werden schließlich zum Kupferproduzenten geschickt: zum Beispiel nach Hamburg, zu Europas größtem Kupferproduzenten, die Norddeutsche Affinerie AG oder zu den Montanwerken Brixlegg, Österreichs einziger Kupferhütte. Dort entsteht aus dem ganzen Mist, der Gott sei Dank nicht einfach auf irgendeinem niederösterreichischen Acker weggeworfen wurde, neuer Draht, Walzplatten oder Rundbarren. Bereit zur weiteren Verwendung.

 

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